Düsseldorf: Am Samstag, den 28. Mai 2016 fand im Düsseldorfer ISS Dome die Veranstaltung des diesjährigen Internationalen Sprach- und Kulturfestivals 2016 statt.

In 37 Ländern weltweit kamen die kleinen Botschafter des harmonischen Miteinanders bereits zusammen und brachten farbenprächtige Darbietungen auf die Bühne.

Um 19 Uhr war es dann soweit, die Moderatoren Katja Burkard und Marco Ströhlein begannen die Show gleich mit furiosen Laola-Wellen und versprachen den Gästen eine fulminante Show.

448 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt begannen mit einer atemberaubenden Eröffnungszeremonie. Ein Hauch von Olympia wehte durch den ISS Dome. Selbst der langjährige Moderator und erfahrene Showmaster Marco Ströhlein war begeistert von der Atmosphäre: „Ihr seid das beste Publikum, das ich je gesehen habe und das ist kein Witz“, rief er dem unermüdlich applaudierenden Publikum zu.
Ebenso begeistert wie das Publikum waren die geladenen Ehrengäste aus aller Welt.

Das unter der Schirmherrschaft von Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, veranstaltete Festival wurde live im Fernsehen und über Youtube ausgestrahlt. So konnten tausende IFLC-Anhänger das Event live mitverfolgen.

Die Darbietungen reichten von Tänzen aus dem Kaukasus bis hin zu Sologesängen bspw. „Lieblingsmensch“ von Namika, das von Anastasia 15 Jahre aus Deutschland gesungen wurde. Besondere Höhepunkte der Veranstaltung waren die innerhalb der letzten drei Wochen einstudierten Choreografien. Eine Vielfalt von Teilnehmern aus fast 40 Ländern tanzten und feierten gemeinsam in harmonischem Einklang.

Anfang Mai versammelten sich die Teilnehmer hier in Deutschland und bereiteten sich akribisch auf dieses Großevent vor. Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Länder und Kulturkreise, mit anderen Lebensarten und Sprachen kamen für ein Ziel nach Deutschland; einen Beitrag für ein harmonisches Miteinander zu leisten.
Cihangir Aliev, 16 Jahre alt, aus Aserbaidschan sagte: „Es ist für mich ein Traum bei solch einer Veranstaltung dabei sein zu dürfen, die so viele Kulturen zusammenbringt und die sich für ein friedliches Miteinander weltweit einsetzt.“

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Teil schon in ihren Heimatländern bekannt sind, war dieses Ereignis ein absolutes Highlight.

Maria Parotikova, 13 Jahre, aus Russland hatte bereits einen Auftritt im Kremel und beeindruckte nun mit ihrer Stimmgewalt und ihrem Feuer das Düsseldorfer Publikum. Vor knapp 10.000 Gästen sang sie das Volkslied „Vdol po piterskoj“ auf Deutsch „die Straßen von Petersburg“, weil genau dieses Lied das Volk von Russland beschreibt. Sie gewann mit diesem Song dieses Jahr in der Kategorie „Stimme“. „Ich bin so stolz Russland hier vertreten zu dürfen“.

Die Geschichte der 12-Jährigen Philippinin Rica Mae Gabionza ist kurios.

Sie liebt die große Bühne. „Wenn ich auf der Bühne stehe und singe, bin ich ein total anderer Mensch. Ich fühle mich irgendwie frei. Ich habe lange und immer wieder dafür gebetet an einer solchen Veranstaltung teilnehmen zu können, jetzt wurde es endlich wahr.“

Der Süd Afrikanische Njabulo Xhakaza, 15 Jahre aus Durban tickt ähnlich wie Rica. Er sing am liebsten Rap.

„Beim Rap fühlte ich mich zuhause, so kann ich sagen, was ich denke und fühle.

Seine Lieblingsgruppe ist die Gruppe „Black Hippis“. Er ist gleichzeitig ein total begabter Fußballer. Er spielt im Jugendverein FC Liverpool in Süd Afrika Durban. Er erhofft sich eine erfolgreiche Fußball- oder Musikkarriere. Er hat dieses Jahr bereits bei der Veranstaltung in Washington DC und in Süd Afrika, in Johannisburg teilgenommen. Beim Finale hat er in der Kategorie Stimme den dritten Platz belegt.
„Ich konnte es nicht glauben, wie man so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Ort zusammenbringen und solch eine Veranstaltung organisieren kann. Alle hier sind so nett und warm.
Ich möchte jedes Jahr dabei sein. Ich habe jetzt schon so viele neue Freunde aus so vielen unterschiedlichen Ländern kennengelernt.“

An der Veranstaltung in Washington DC, an der Njabulo teilgenommen hat, waren gleichzeitig auch große und namhafte Namen vertreten. So sendeten der Staatspräsident der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama sowie der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki Moon Grußwörter und bedankten sich für das hiesige Engagement der Kinder, die mit Ihrer Botschaft „Farben dieser Welt“, mit ihren Auftritten und ihren Kulturdarbietungen und nicht zuletzt mit ihrem Zusammenhalt im Namen des IFLC, maßgeblich für den Weltfrieden beitragen.

Zuletzt nahm der französische Staatspräsident François Hollande die französische Veranstaltung in der Hauptstadt Paris in seine Schirmherrschaft. Das sind nur drei berühmte Persönlichkeiten die ihre Unterstützung für das Internationale Sprach- und Kulturfestival bekunden. Weltweit trifft die Philosophie der Veranstaltung auf große Zustimmung. Sie ermutigt und stärkt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Organisatoren weltweit in ihrem Engagement. Die Botschaft: Wir teilen uns eine ERDE und wenn wir friedlich zusammenleben möchten, müssen wir andere Menschen verstehen und jeden so akzeptieren wie er ist, kommt in der weiten Welt auch an.

Ein weiteres Highlight war der Auftritt des berühmten syrischen Pianisten Aeham Ahmad, der aus seiner Heimat geflohen war und im Oktober 2015 nach Deutschland kam. Er spielte mit drei Kindern aus Deutschland, USA und Frankreich „Heal the world“ von Michael Jackson. Er sang dabei die erste Strophe auf Arabisch selbst. Ahmad, der hier in Deutschland bereits den Beethovenpreis erhielt, bedankte sich bei den Kindern. „Es ist eine unglaublich tolle und hoffnungsvolle Veranstaltung. Diese Kinder werden eine harmonische Welt erschaffen und friedlich miteinander leben. Ich hoffe, dass auch bei uns bald der Krieg vorbei ist.“

Und womit wohl die wenigsten gerechnet hatten: Eurovision Song Contest-Siegerin „Jamala“ berat als Überraschungsgast die Bühne. Nach einem mitreißenden Auftritt widmete sie ihre Botschaft den Kindern: „Es ist eine große Ehre, hier auf dieser Bühne zu stehen, das sind so begabte Kinder! Ich denke, dass die Zukunft in ihren Händen liegt. Sie erinnern uns woher wir kommen und welchen Weg wir vor uns haben. Sie leben ihre Kultur und lernen andere Kulturen und Sprachen zu respektieren.“
Für Nina war ein Traum in Erfüllung gegangen. Die 14-jährige Teilnehmerin aus Kiew konnte es kaum glauben ihr Idol aus der Ukraine hier beim IFLC zu treffen.

„Jamala ist ein Traum, ich war überglücklich, dass sie sich bereit erklärte ein Foto mit mir zu machen. Im Fernsehen sind sie alle so weit weg, heut habe ich sie hautnah erlebt, Wahnsinn.“

Das 14. Internationale Sprach- und Kulturfestival endete mit fast 500 Kindern auf der Bühne und dem traditionellen Song „Universal Peace“. Wir sind gespannt wie viele Länder im nächsten Jahr dabei sind und wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt wir erneut in Deutschland begrüßen dürfen.